bücher & buchreihen
HAYMON
HAYMONtb
Studienverlag
Loewenzahn-Reihe
Skarabaeus
Jakob Fallmerayer
Decristel, weg bewegen
LA05, Das Hotel
Freiheit, Wahrheit und Recht
Bernhard Mayr, Weingarten
Sehnsucht Heimat
Freie Universität Bozen, Universitas est
Handbuch Samengärtnerei
Gartenfreude, Bienenfleiß
Manincor, Kellerneubau
So kocht Kitzbühel
Tiroler Almen
Österreichische Lieblingsspeisen
Schluiferer
Stimme von Kopf bis Fuß
Erika Wimmer, Feder Stein
Johannes Trojer
Tiroler Küche
Flüsse in Österreich
Österreich, Zweite Republik
Kräuterhandbuch
Vorarlberger Kräuterwelten
Bernhard Mayer

Schöne Bücher. Aus Leidenschaft.

Totgesagte leben lange. Was auch mit einer gewissen Halbwärtszeit zu tun haben mag: Seit Jahrhunderten sind Bücher unverzichtbare Wegbegleiter der Kulturgeschichte, unabhängig von Dateiformaten und elektrischer Versorgung bewahren sie auf, was den Menschen wesensmäßig ausmacht: seine Gedanken. Weswegen wir uns gedacht haben, damit weiterzumachen - im Rahmen der Möglichkeiten, die uns heute dafür zur Verfügung stehen.
Die Gestaltung von Büchern und Buchreihen zählt zu den Schwerpunkten unseres Büros. In den zurückliegenden 15 Jahren entstand eine Vielzahl unterschiedlichster Produktionen: Kunstkataloge, wissenschaftliche Publikationen, Ratgeberliteratur, Belletristik. Der Umfang der entstandenen Arbeiten ist auch ein Beleg für die bibliophile Leidenschaft, die in unserem Büro herrscht - und die weit über das hier vorgestellte Maß hinausgeht. Wir lesen selber, und zwar für unser Leben gern.
Buchgestaltung heute ist etwas grundlegend Anderes als noch vor zwanzig, dreißig Jahren. Ein Buchgestalter konnte damals nur einige wenige Titel pro Jahr umsetzen, langwierig waren die Abläufe von der Konzeption über die grafische Umsetzung bis hin zum Druck. Damals waren verschiedenste Gewerke daran beteiligt - der Gestalter, die Setzerei, die Reprografie, die Druckerei. Heute erledigt der Grafik-Designer die ersten drei Bereiche meist in Personalunion, und durch den Einsatz moderner Hard- und Software wird es möglich, Buchproduktionen wesentlich rascher umzusetzen als früher.
Auch die gestalterische Seite hat sich im 20. Jahrhundert grundlegend verändert. Folgten Bücher bis an den Beginn des vorigen Jahrhunderts klassischen Gestaltungstypologien, die sich in Format und Satzspiegel im Wesentlichen schon von den mittelalterlichen Manuskripten und Inkunablen (frühen Buchdrucken) herleiteten, so wurden in den 1920er Jahren vor allem im Umfeld des Bauhaus in Deutschland die formalen Gestaltungsspielräume der Buchgestaltung wesentlich erweitert: Fotografie und Weißraum wurden zu Elementen der Gestaltung, ebenso asymmetrische Flächengliederungen, und die Typografie wurde um den Einsatz serifenloser Schriften und neu inszenatorische Freiräume erweitert. Verfeinert wurden diese Methoden dann in den 1950er und 1960er Jahre, vor allem in der Schweiz im Umfeld der Schweizer Typografie: reduzierte, sachliche Typografie, strenge Gestaltungsraster und eine hochstehende Qualität in der Ausstattung der Bücher wurden zu festen Bestandteilen moderner Buchgestaltung, ehe dann in den 1980er Jahren und speziell seit der Ära des Computers die strengen Gestaltungschemata wieder geöffnet wurden. Seither ist praktisch alles möglich, und es obliegt dem Gestalter, auf welche formalen Möglichkeiten er bei der Umsetzung eines Buchprojekts zurückgreift.
Gestalterisch sehen wir uns eher in der klassischen Moderne beheimatet. Meistens sind es schlichte, schöne, ruhige Bücher, die wir entwerfen, mit einem Konzept, das sich nicht allzu spürbar zwischen Inhalt und Leser schiebt. Typografische Liebe zum Detail wurde zu einem wesentlichen Erkennungsmerkmal für unsere Produktionen.
Eine Besonderheit stellt unsere jahrelange Zusammenarbeit mit dem Studienverlag/HAYMONverlag/loewenzahn verlag dar. Diese Verlagsgruppe mit Sitz in Innsbruck zählt zu den größten Buchverlagshäusern Österreich und wird von uns seit Ende der 1990er Jahre in praktisch allen Belangen betreut.